Pferdethermographie
Marco Jentsch

Die Pferdethermographie eignet sich auch ideal als Prophylaxe bzw. Vorsorge.
Werden in regelmäßigen Abständen Wärmebilder des Pferdes aufgenommen, können Veränderungen umgehend erkannt und eventuell notwendige frühzeitige Maßnahmen eingeleitet werden.

Seit jahrtausenden sind Pferde mit dem Instinkt ausgestattet ihre Schmerzen so lange es nur irgendwie geht zu verstecken.
Und auch wenn unsere Sport- und Freizeitpartner äußerst selten auf gefährliche Raubtiere treffen, Fluchttier bleibt Fluchttier, Instinkt bleibt Instinkt!

Daraus darf man ruhigen Gewissens schlussfolgern, dass selbst kleinste Symptome wie Taktfehler, Kopfschlagen usw. für das Pferd so große Schmerzen bedeutet, dass es bereit ist sie zu zeigen. In freier Natur wäre dieses Zugeständnis das sichere Todesurteil.

Die Thermographie von Pferden eignet sich ideal als Vorsorge, denn es ist die einzige Methode, welche veränderte Stoffwechselaktivitäten aufdeckt. Diese Veränderungen entstehen lange (2-3 Wochen, lt. aktuellen amerikanischen Studien sogar bis zu 6 Wochen) vor dem Auftreten von sichtbaren Symptomen.

Hinzukommt, dass Pferde aufgrund ihrer Masse doch recht häufig z.B. Blockaden entwickeln, welche es gilt zeitnah zu lösen.

Im Freizeit- und Amateursportbereich ist von daher eine regelmäßige Untersuchung im Abstand von 6 Monaten als sinnvoll zu betrachten.

Hochleistungssportpferde sollten in noch kürzeren Abständen thermographiert werden um die Leistungsfähigkeit durchgängig auf TOP-Niveau halten zu können. Denn hier kann jede noch so kleine Veränderung einen Leistungsabfall bedeuten, welcher einen Sieg oder eine Top-Platzierung unmöglich macht.

Je frühzeitiger man einem solchen Prozess entgegenwirken kann, desto schneller ist der Heilungs- und Genesungsprozess abgeschlossen, das Pferd fühlt sich wieder wohl und kann seine vollen Leistungsfähigkeiten abrufen.