Pferdethermographie
Marco Jentsch

Die Hundethermographie ist ein umfassendes, kostengünstiges, bildgebendes Verfahren, welches die physiologischen Vorgänge des Körpers farbbildlich darstellt.
Sie lokalisiert Prozesse, welche durch Verletzungen / Schäden von Gewebe und Zellen entstehen, z.B. Entzündungsherde, Blockaden etc. 
Dadurch werden Tierärzte, Physiotherapeuten, Chiropraktiker, Osteopathen, Sattler, Hufschmiede und Dentisten bei der zielgerichteten Diagnose/Behandlung unterstützt.

Älterer Rüde mit 2 kleinen Verletzungen unter dem linken Auge

 

Für den Hund hat die Thermographie erhebliche Vorteile:

  • Mit nur einer einzigen Untersuchung werden sämtliche Gewebearten (Knochen, Muskeln, Sehnen, Bänder, Zähne) abgeklärt.
  • Sie findet völlig kontaktlos statt.
  • Die Untersuchung kann in der gewohnten Umgebung des Hundes stattfinden.
  • Der Hund braucht nicht sediert / narkotisiert werden.
  • Sie ist absolut stressfrei für den Hund.
  • Man ist in der Lage Veränderungen zu erkennen, bevor Symptome sichtbar werden.

Zweijähriger Rüde mit ungeklärter Lahmheit vorne rechts

Mit dem letzten Punkt geht allerdings auch ein Trugschluss einher. Vielerseits wird behauptet, dass Krankheiten bzw. Verletzungen erkannt werden können bevor sie entstehen.
Das ist so nicht ganz korrekt! Die Thermographie von Hunden kann allerdings Prozesse aufzeigen bevor man offensichtliche Symptome (z.B. Taktfehler, Lahmheiten oder auch Verhaltsveränderungen) feststellen kann.
Und dieser Vorsprung kann ohne Probleme mehrere Wochen betragen!
Amerikanische Studien haben sogar ergeben, dass Stoffwechsel-Veränderungen, welche zu thermographischen Auffälligkeiten führen, bis zu 6 Wochen vor dem Aufkommen sichtbarer Symptome nachgewiesen werden können.

Ältere Hündin mit zeitweiser Lahmheit und einhergehender leichter Aggressivität

Der Grund hierfür liegt meiner Meinung nach in der Art und Weise wie unsere Physiologie funktioniert.
Bei einer schadhaften Veränderung in einem bestimmten Gewebe und/oder bestimmten Zellen werden, zur Besserung der Versorgung, die Blutgefäße in dem entsprechenden Bereich weitgestellt.
Ergo sammelt sich in diesem Areal auch mehr Blut an, was als direkte Folge mehr Wärme bedeutet.
Und dieses ist der erste Schritt, welcher noch vor dem Schmerz eintritt. 
Hat der Hund keine Schmerzen, zeigt er/sie keine Symptome.

Im Bereich der Pferde habe ich 2014 eine eigene Erhebung zur thermographischen Früherkennung bei 100 Pferden durchgeführt, um genau dieses zu belegen. Die Ergebnisse sind, mit Ausnahme der Sattelproblematik, im Großen und Ganzen auf den Hund übertragbar und  im folgenden Video dargestellt:

 

 

Deshalb ist es als durchaus sinnvoll zu erachten, seinen Hund alle 6-12 Monate prophylaktisch thermographisch untersuchen zu lassen.

Insbesondere wenn es sich um Sport-, Schutz- oder Zuchthunde handelt.

Vierjährige Hündin mit unklarer Lahmheit

Eine Thermographie des Hundes ersetzt kein Röntgen, Ultraschall oder eine Szintigraphie. Sie lokalisiert auf den Punkt genau den Ort des Herdes. Die letztendliche Diagnose und Behandlung kann in Folge dann zielgerichtet, zeit- und kostenoptimiert durch die jeweilige Fachkraft durchgeführt werden.
Aus diesem Grund sollte die Hundethermographie immer am Anfang stehen und regelmäßig, prophylaktisch, durchgeführt werden.

Du möchtest Deinen Hund zu einer Thermographie anmelden? Dann geht es hier zu unserem Tourenkalender für die mobile Pferde- & Hundethermographie.